Pressemitteilungen


120. Stiftungsfest des Verein Hamburger Hausmakler von 1897 e.V.

Florierende Hamburger Wirtschaft und Bevölkerungswachstum bescheren Hausmaklern hohe Immobiliennachfrage

Vereins-Jubiläum: Am 12. Januar feierte der Verein Hamburger Hausmakler von 1897 e.V. (VHH) im Rahmen seines jährlichen Stiftungsfestes sein 120. Jubiläum. 210 Teilnehmer tauschten sich im festlichen Rahmen des Hotel Atlantic Kempinski über aktuelle Perspektiven der Immobilienwirtschaft aus.

Die „Hamburger Runde“ besteht aus namhaften Vertretern der Maklerschaft, Politik, Wirtschaft und Wissenschaft.
Als prominenter Gast nahm unter anderem Dr. Dorothee Stapelfeldt, Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen, teil.

Hamburg, 12. Januar 2018

Neben dem Vereins-Jubiläum, feierten die Hausmakler auch die weiterhin positive Entwicklung des Immobilienmarktes. Vereinsvorsitzender Ulrich Strokarck erläuterte in seiner Eröffnungsrede seine Gedanken zur Perspektive Hamburgs und des Immobilienmarktes.

Die guten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und weiterhin hohen Beschäftigungszahlen auf dem Arbeitsmarkt, führten zu einer steigenden Immobiliennachfrage. Strokarck beschrieb die aktuelle Lage: die Preise für innerstädtische Eigentumswohnungen stiegen im Mittel zwischen zwei und drei Prozent, im Hamburger Umland je nach Ausgangslage sogar um vier bis elf Prozent. “Wenn allerdings im Neubaubereich Kaufpreise von zum Beispiel 7.000 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche aufgerufen werden, kommen Hamburger Familien schnell an ihre finanziellen Grenzen – trotz der immer noch günstigen Zinsen”, gab Strokarck zu bedenken.

Auch Mietimmobilien folgen diesem Trend. So können Neubaumieten circa 13,70 Euro und Ladenmieten in den besten Innenstadt-Lagen bis zu 300 Euro pro  Quadratmeter betragen.
Als Gründe für die Entwicklung der hohen Immobiliennachfrage identifizierte der Vereinsvorsitzende niedrige Hypothekenzinsen sowie mangelnde Geldanlagemöglichkeiten. Um diesen Missständen entgegenzuwirken, brauche es einen anderen Fokus der Stadt.

Strokarck sieht vor allem in dem Ausbau der Verkehrsinfrastruktur eine Fehlinvestition und ein hohes Risiko für die Zukunft. Immer mehr Fahrzeuge träfen auf immer engere Straßen und weniger Parkplätze. Für den Immobilienmarkt aber ständen die Aussichten sehr gut und lassen mit positiven Erwartungen in das neue Jahr blicken.

120. Stiftungsfest des VHH im Hotel Atlantic
120. Stiftungsfest des VHH im Hotel Atlantic

Torsten Flomm, Vorstandsvorsitzender des Grundeigentümer-Verbands Hamburg, bedankte sich im Namen aller Gäste für die Einladung. Als Interessenvertreter vorrangig privater Immobilienkäufer stellte er in seiner Rede die Gesetzesflut in Frage. „Den schutzwürdigen Kunden erreichen wir mit vielen Gesetzen gar nicht und auf der anderen Seite verhelfen wir immer mehr Besserwissern zu immer neuen Rechtsansprüchen gegen Dienstleister aller Art.“ Er gab zu bedenken, dass es selbst für Berater eine Herausforderung ist, sich stetig auf dem aktuellsten Stand zu halten.

Alle fünf Jahre werden die Mitglieder des VHH mit Begleitung zum Stiftungsfest eingeladen. Aus diesem Anlass wurde das 120. Jubiläum ausgiebig gefeiert. Der Vereinsvorsitzende hob die Tradition des Stiftungsfestes als Gelegenheit hervor, sich in der Zeit zunehmender Digitalisierung, persönlich zu begegnen.

Prominente Gäste unter den Teilnehmern sorgten für lebhafte Diskussionen an einem interessanten Abend, darunter Dr. Dorothee
Stapelfeldt (Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen), Christi Degen (Handelskammer Hamburg), Ralf Sommer (Hamburgische Investitions- und Förderbank), Torsten Flomm (Grundeigentümerverband), sowie Siegmund Chychla (Mieterverein zu Hamburg).

Stiftungsfest VHH
Dr. Dorothee Stapelfeldt, Dr. Rolf Naunin, Ulrich Strokarck

Erst Bauskandal, dann Publikumsmagnet -  musikwissenschaftlicher Blick auf die Elbphilharmonie

 Erstbesucher zu weiteren Konzertbesuchen motivieren

Hamburg, 14. Oktober 2017

Der Verein Hamburger Hausmakler von 1897 e.V. (VHH) lud am vergangenen Dienstag zur traditionellen herbstlichen Vortragsveranstaltung. Dr. Philipp Stein referierte als prominenter Gastredner aus Sicht eines Musikwissenschaftlers über die Elbphilharmonie.

Dr. Philipp Stein, der persönliche Referent des Elbphilharmonie-Generalintendanten Christoph Lieben-Seutter, ließ in einem mitreißenden Vortrag vor zahlreichen geladenen Mitgliedern des VHH im Steigenberger Hotel Hamburg noch einmal die Entstehung der Elbphilharmonie Revue passieren. Mit einem Rückblick auf 700 Jahre Musikgeschichte und unter besonderer Berücksichtigung des Konzertlebens, erinnerte Dr. Stein an die Baugeschichte und geplante Nutzung des Kaispeichers A. Über MediaCityPort und ein Aquarium führten die Pläne zur heutigen Elbphilharmonie. Ein städtischer Konzertveranstalter (HamburgMusik gGmbH) wird zum Betreiber und sieht seine Aufgabe darin, inhaltlich Schwerpunkte zu setzten, Musik auch für junge Menschen zugänglich zu machen und die Zusammenarbeit mit allen anderen Konzertveranstaltern zu etablieren.

Erstbesucher sollen wiederkommen

Die überwältigende positive Resonanz nach der Eröffnung der Elbphilharmonie, erforderte auch ein konzeptionelles Umdenken. Viele Gedanken zum Thema, wie Hamburger dazu motiviert werden können, in das neue Konzerthaus zu gehen, wurden durch die riesige Nachfrage erst einmal in den Hintergrund gedrängt. „Langfristig Interesse generieren, steht nun im Mittelpunkt“, erzählte Dr. Stein. „Wie können wir dafür sorgen, dass ein Großteil der Erstbesucher den Wunsch verspürt, auch noch ein zweites oder drittes Mal in die Elbphilharmonie zu kommen?“. Am besten, in dem man schon junge Menschen früh an Konzerte heranführt. Besonderes Augenmerk verdient das Programm für Hamburger Schüler mit dem es jedem Schulkind in Hamburg ermöglicht werden soll, die Elbphilharmonie zu besuchen.

Die VHH-Mitglieder waren hoch interessiert und diskutierten anschließend noch lange die Aspekte des Vortrags.

Dr. Philipp Stein ist seit 2012 persönlicher Referent des Elbphilharmonie-Generalintendanten Christoph Lieben-Seutter. Sein Studium der Musikwissenschaft absolvierte er in Wien. Bis zur Amtsübernahme in Hamburg leitete er die Programmplanung und Dramaturgie bei den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern.



119. Stiftungsfest des Verein Hamburger Hausmakler von 1897 e.V.

Hamburgs Hausmakler fordern höhere Gebäude und mehr Dachgeschossausbau

Weder Tief „Egon“, das entlang der Elbe für Eisglätte sorgte, noch das Datum konnte die Gäste abschrecken: am Freitag, den 13. Januar 2017, feierte der Verein Hamburger Hausmakler von 1897 e.V. (VHH) mit 130 Teilnehmern sein jährliches Stiftungsfest. Die „Hamburger Runde“ aus namhaften Vertretern der Maklerschaft, Politik, Wirtschaft und Wissenschaft traf sich zum 119. Mal im festlichen Rahmen des HafenKlubs, um sich über aktuelle Perspektiven der Immobilienwirtschaft auszutauschen.

Hamburg, 13. Januar 2017

Grund genug für einen optimistischen Start ins Jahr ist gegeben, denn der Hamburger Immobilienmarkt habe sich erneut erfreulich entwickelt, wie der Vereinsvorsitzende, Ulrich Strokarck in seiner Eröffnungsrede ausführte: So sei die Leerstandsquote bei Büroimmobilien im vergangenen Jahr weiter gesunken. Und auch bei Eigentumswohnungen und Eigenheimen sei angesichts guter wirtschaftlicher Rahmenbedingungen und einer positiven Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt mit einer weiterhin hohen Nachfrage zu rechnen.

Zugleich warnte Strokarck jedoch: „Wenn die Bevölkerung nicht noch weiter in das Hamburger Umland abwandern soll, gibt es nicht die Möglichkeit, alle benötigten Wohnungen in konventioneller Weise auf den knappen Hamburger Grundstücksflächen unterzubringen.

Das Motto muss also lauten: höher bauen und vorhandene Dachgeschosse ausbauen.“ Wegen der enormen Bedeutung für den Hamburger Wohnungsbau zeichnete der VHH den Architekten und Dozenten der Hamburger HafenCity Universität Dr. Ing. Bernd Dahlgrün für seine Forschungsarbeit und Dissertation zu diesem Thema mit dem diesjährigen Stiftungspreis aus.

Der Vereinsvorsitzende machte am Beispiel Lissabon die dort katastrophalen Auswirkungen einer Mietpreisbremse deutlich und kritisierte die geplanten Verschärfungen zur Mietpreisbegrenzung. Bürokratische Hürden für Bauherren würden die Baukosten erhöhen und auch den im September 2015 angekündigten „Expresswohnungsbau“ behindern.

 „Nach über 14 Monaten stand bei den meisten Projekten noch nicht einmal der Baubeginn fest“, so Strokarck. „Und so etwas nennt man in Hamburg „Express“!“ Anstatt junge Familien mit staatlichen Baukostenzuschüssen zu fördern, forderte der Vorsitzende vielmehr die Abschaffung der viel zu hohen Grunderwerbssteuer.

Ralf Sommer, Vorstandsvorsitzender der Hamburgischen Investitions- und Förderbank (IFB Hamburg), bedankte sich im Namen aller Gäste für die Einladung. Er unterstrich in seiner Rede die dringende Notwendigkeit von mehr und vor allem bezahlbaren Wohnraum in Hamburg: „Wir müssen ‚mehr Stadt‘ bauen – ob auf den Dächern der Stadt, auf Konversionsflächen oder auch durch Baulückenschließungen.“

Er appellierte an alle Anwesenden, diese gesellschaftliche Herausforderung gemeinsam zu schultern.

Prominente Gäste unter den Teilnehmern sorgten für lebhafte Diskussionen an einem interessanten Abend, darunter Ralf Sommer (Hamburgische Investitions- und Förderbank), Dr. Carl Christian Voscherau (Fachanwalt), Dr. Michael Commichau (Notar), Dr. Friedhelm Steinberg (Hanseatische Wertpapierbörse Hamburg), Siegmund Chychla (Mieterverein zu Hamburg), sowie Prof. Dr. Hans-Jörg Schmidt Trenz (Handelskammer Hamburg).



Hoch hinaus: Die Lösung für Hamburgs Wohnraummangel liegt auf den Dächern

Gebäudeaufstockungen könnten bis zu 82.000 Wohnungen schaffen

 Dr.-Ing. Architekt Bernd Dahlgrün
Dr.-Ing. Architekt Bernd Dahlgrün

Dr.-Ing. Architekt Bernd Dahlgrün stellte am 9.11. im Rahmen der traditionellen herbstlichen Vortragsveranstaltung des Vereins Hamburger Hausmakler von 1897 e.V. (VHH) seine Forschung zum Potenzial innenstädtischer Gebäudeaufstockungen vor.

Hamburg, 15. November 2016

Die Stadt Hamburg möchte 10.000 neue Wohnungen pro Jahr in den kommenden Jahren bauen. Wegen knappen Baulands und wenigen Neubauwohnungen sind jedoch steigende Immobilienpreise die Folge. Einen Lösungsansatz dafür stellte der Dozent der HafenCity Universität Hamburg (HCU) Dr. Dahlgrün den zahlreichen geladenen Mitgliedern des VHH im gehobenen Ambiente des Steigenberger Hotels Hamburg vor.

In einem spannenden Vortrag referierte er über die Ergebnisse aus seiner Dissertation zur Wohnraumschaffung durch Gebäudeaufstockungen.

Diese Lösung verbraucht kein zusätzliches Bauland: so könnten bis zu 82.000 (siehe Fußnote) neue Wohnungen geschaffen werden. „Unter baurechtlichen Gesichtspunkten könnten die meisten hamburgischen Wohnungsbauten, die vor 2006 fertiggestellt wurden, aufgestockt werden, solange deren höchste Geschosse nicht höher als 22 Meter sind“, erläutert Dr. Dahlgrün. Viel Potenzial bieten die Bauten der nicht gewinnorientierten Wohnungsbaugenossenschaften.

Sonderfall: historische Bauten

Anders sieht es bei älteren Bauten aus. Die historischen hamburgischen Baukonstruktionen bis zum Ende des zweiten Weltkrieges entsprechen nicht den historischen Bauregeln anderer deutscher Länder. Sie wurden im Vergleich statisch deutlich schmaler dimensioniert und können deshalb nicht grundsätzlich aufgestockt werden. Eine frühzeitige statische Untersuchung des Bestandshauses ist projektentscheidend. „Birgt der historische Bestandsbau statische Reserven, sollte die Gebäudeaufstockung als Leichtbau geplant werden“, sagt Dr. Dahlgrün.

Die VHH-Mitglieder waren hoch interessiert und diskutierten anschließend noch lange die Aspekte des Vortrags.

Dr.-Ing. Architekt Bernd Dahlgrün lehrt seit 2010 an der HCU Hamburg im Fachbereich Architektur. Seine Forschung beschäftigt sich mit konstruktiven, rechtlichen und gestalterischen Rahmenbedingungen von innenstädtischen Gebäudeaufstockungen in Hamburg.

Dr. Dahlgrün mit dem VHH-Vorstand
Dr. Dahlgrün mit dem VHH-Vorstand